Donnerstag, 30. August 2007

"Buschka entdeckt Deutschland": Internet-TV-Serie mit Tiefgang


Link: sevenload.com


45 Minuten langer Filmbeitrag über Aachen von "Buschka entdeckt Deutschland" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/cQrSRZH/AACHEN-Teil-3

*

BuschkaBuschka

Jörg Buschka

Interview mit dem Journalisten und Filmemacher Jörg Buschka, der zusammen mit dem Diplom-Medienwirt und Kameramann Jan Vogel (beide aus Wiesbaden) die Internetfernsehsendung „Buschka entdeckt Deutschland“ „B.e.D.“ - http://www.buschka-entdeckt.de - produziert. Diese Sendung entsteht auf ungewöhnliche Art und Weise: Die beiden besuchen etwa alle drei Wochen morgens irgendeine deutsche Stadt, parken dann abseits vom Stadtkern und filmen dann spontan, was sie sehen.

BuschkaVogel

Jan Vogel

*

Frage: Herr Buschka, Sie erzählten im Sommer 2006 beim Inline-Skate Ihrem Freund Jan Ihre Idee für „Buschka entdeckt Deutschland“. Hatten Sie damals schon geahnt, dass diese Internetsendung einmal Kultcharakter bekommen würde?

Antwort: Naja, ich hatte auf jeden Fall schon das sichere Bauchgefühl, dass das ein "Faß ohne Boden" (im positiven Sinne) sein würde! Und dass ich als Zuschauer gern selbst so etwas sehen würde. In den Jahren, in denen ich jetzt bereits TV-Magazinbeiträge bzw. -Reportagen mache, habe ich die meisten Illusionen von wegen "echt" und "nah dabei" verloren. ALLES wird inszeniert, wenn du einen Magazinbeitrag auf den Punkt bringen musst. Und allzuoft merkt man das an den unnatürlichen Dialogen. Und das alles passiert bei uns nicht. Natürlich ist noch die Kamera "dazwischen", aber ich signalisiere den Interviewpartnern Vertrauen, sie bringen es mir dann meist zum Glück auch entgegen, und ich enttäusche bzw. missbrauche es auch nicht. So entsteht eine wirkliche Nähe, etwas "Echtes". Ob das jetzt schon Kult ist, weiß ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass wir aktuell noch gar nicht unsere eigentliche Zielgruppe erreichen: Nämlich nicht unbedingt computeraffine Menschen, die sich halt nur Zeit nehmen für Reportagen, und die in unserem Fall bei der Flash-Qualität drei Augen zudrücken, weil das Ganze was Neues und Eigenständiges ist, das es so im TV nicht gibt.

*

Frage: Bei Ihren Dreharbeiten gehen Sie sehr spontan und ohne Scheu auf wildfremde Leute zu, die Sie zum ersten Mal im Leben sehen. Sind die von Ihnen angesprochenen Menschen immer auskunftsfreudig oder bekommen Sie oft einen „Korb“?

Antwort: Ich bekomme häufig Körbe. Oft mehr als 50 Prozent. Es gibt darunter "Poser", die ihrem Schatzi zeigen wollen, wie cool sie ein "nerviges Kamerateam" abschütteln können, aber merkwürdigerweise vor allem Leute, die auf den ersten Blick offen erscheinen. Ich höre dann manchmal, dass Kollegen vom Fernsehen schon mal mit ihnen gedreht hatten, wobei sie aber wohl veräppelt oder falsch in einen Kontext gepresst worden waren. "Verbrannte Erde" eben ... Offenheit und Vertrauen sind seltene Güter, und sie werden durch solche Enttäuschungen immer rarer, weil die Leute dann beim nächsten Mal vorsichtiger sind. Manchmal sind Jan und ich stundenlang bei Regen unterwegs, und nichts passiert. Wenn uns dann jemand entgegenkommt und keine Lust hat, uns auch nur ein Wort von seinen Gedanken oder sogar aus seinem Leben mitzuteilen, ist das besonders frustrierend. Im Fall der beiden Damen in Stuttgart, die uns später zum Spaghetti-Essen mit nachhause nahmen, musste ich sie geschlagene 30 Minuten durch Reden überzeugen, bis sie erkannt hatten, dass das Ganze vielleicht doch ganz nett werden könnte. Und dann wollten sie uns gar nicht mehr gehen lassen ...

*

Frage: Vermutlich gibt es Szenen in Ihren Filmbeiträgen, die Sie nicht vergessen können und die Ihnen besonders gut gefallen. Bitte nennen Sie einige Beispiele!

Antwort: Eigentlich sind die spontanen Einladungen zu den Leuten nachhause das Tollste an meiner Arbeit! Das Ehepaar Lydia und Rudi in Heidelberg war verrückt. Sie haben in ihrem Garten u. a. einen 30 Meter tiefen Brunnen mitsamt eines mit Erde zugeschütteten Kellergewölbes entdeckt, das sogar über weitere Grundstück hinweg mal mit dem Heidelberger Schloss verbunden war. In jahrelanger Arbeit hatten sie das Gewölbe freigelegt, und konnten es uns so zeigen. Die Beiden waren außerdem sehr gastfreundlich. Es gab Wein, Brot, Käse und Schinken - wir haben uns gleich als Gäste gefühlt! Bei Dany und Matthias in Berlin-Lichtenberg gab´s Möhrensuppe, und auf einer Privatparty in Saarbrücken haben Mitglieder der Band "Savoy Truffle" zwei Lieder unplugged für uns gespielt. In Fulda haben wir in einem Korsettladen (in dem ich spontan ein enges Leibeskleid anprobiert hatte) die dortige Kundin Johanna mit ihrer schönen porzellanfarbenen Haut kennen gelernt, die mir danach noch für einige Stunden als sensationell hübsche "Assistentin" der Sendung zur Seite stand.
In Wanne-Eickel hielt eine Kiosk-Besitzerin eine regelrechte politische Rede und ließ mal so richtig alles raus, was ihr auf der Seele lag. Eigentlich passieren jedes Mal wieder völlig neue, tolle Dinge, die nicht immer nur Superlativen sein müssen. Auch das Gespräch mit einem Mann in Düsseldorf, dem man wegen Krebs den Kehlkopf herausgenommen hatte, war für mich etwas ganz besonderes. Eine Chance, mich für einen Moment in ein fremdes Leben hineinzufühlen, das mir Angst macht, und das doch jeden Tag auch meins werden könnte.

*

Frage: Im Leben gibt es manchmal Tage, in denen alles schief läuft. Mussten Sie schon mal Ihre Dreharbeiten abbrechen und unverrichteter Dinge nach Hause fahren?

Antwort: Nein. Bisher zum Glück nicht. Dann gehen wir eben weiter und weiter, mir fällt in der Zwischenzeit vielleicht irgendein großartiges oder auch blödes improvisiertes Lied ein, wir zelebrieren das Essen selbstgeschmierter Käsebrote, unterhalten uns, und dann steht plötzlich "hinter der nächsten Ecke" ein Musiker, der uns mit nachhause nimmt und mir etwas von seinem Leben erzählt. DAS ist der Job!

*

BuschkaWebseite

Webseite "Buschka entdeckt Deutschland"

Frage: „Buschka entdeckt Deutschland“ lockt auf Ihrer eigenen Webseite http://www.buschka-entdeckt.de und auf der Videoplattform „Sevenload“ unter http://de.sevenload.com/mitglieder/buschka-entdeckt-de viele Zuschauer/innen an. Wie sind die Reaktionen auf Ihre Filmbeiträge?

Antwort: Wir erhalten eigentlich sehr viel Lob über die Kommentar-Funktionen unserer Website und auf unserem Spezial bei Sevenload. Oft dezidiert und zum Teil liebevoll nacherzählt. Toll ist zum Beispiel, wenn uns wie heute ein Zuschauer zur Wanne-Eickel-Folge schreibt " Jetzt hab ich die Folge schon sooo oft gesehen, heute war es mal wieder so weit und immer noch hochinteressant!!!". Er hat sie sich schon vor vier Monaten zum ersten Mal angeschaut. Das macht uns dann natürlich stolz und zufrieden über unsere Arbeit! Kritik gibt es natürlich auch, und die nehmen wir immer sehr ernst. Aber wir verteidigen unseren Vorstoß als 45-Minuten-Format im Internet, wo immer noch die kurzen Clips vorherrschen, die ich so gern "angezündete Fürze" nenne. Oberflächlich der Hammer, extrem kurz, und sofort wieder vergessen ... Zurück zu den Reaktionen: Im Gegensatz zum klassischen TV gibt es im Internet die Möglichkeit der viel direkteren Kommunikation mit seinen Zuschauern. Allerdings haben wir noch immer keinen breiten Zugang oder eine annehmbare Bekanntheit bei unserer eigentlichen Zielgruppe. Das sind nämlich hauptsächlich klassische Reportage-Zuschauer, die einmal einen anderen Zugang zum Sujet suchen als über die lang anrecherchierten und "sauber produzierten" Hochglanz-Dokus im TV (die ich im übrigen selbst ja auch z. B. für ARTE, den SWR, NDR oder N-TV realisiere). „B.e.D.“ ist nur zu 50 % eine One-Man-Show mit Quatsch und Improvisation, und die andere Hälfte ist seriöser Journalismus mit echten Lebenswirklichkeiten ohne platte "Boulevard-Anbiederung" etc. Wir sind besonders für die Platzierung auf Sevenload sehr dankbar, aber in Deutschland finden bisher die eben genannten Zuschauer bis dato noch viel zu selten den Weg auf eine solche Plattform. Einigen Kollegen aus dem "Quality Content-Bereich" geht es ähnlich. Es ist zudem nicht so leicht, aus der Masse von Spaß-Formaten heraus einer solchen Zielgruppe aufzufallen. Diese Leute sitzen noch nicht wie selbstverständlich vor dem PC und schauen sich Internet-TV an. Natürlich war es toll, als die ZEIT ein Interview mit mir gemacht hat, und ein dickes Foto von uns in dem Blatt erschienen ist. Und dass die FAZ schreibt, unsere Andersartigkeit gegenüber klassischen TV-Reportagen mache ja vielleicht "gerade den Reiz der Sendung" aus, ist natürlich eine tolle Sache!

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Link: sevenload.com


Video "Anne-Sophie Mutter Interview-Special" von "Buschka entdeckt Deutschland" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/fDAmL9D/ANNE-SOPHIE-MUTTER-INTERVIEW-SPECIAL

Frage: Kürzlich drehten Sie in Wiesbaden ein Interview mit der berühmten deutschen Musikerin Anne-Sophie Mutter. Werden weitere Filmbeiträge über Prominente folgen?

Antwort: Auf jeden Fall. Wenn ein/eine Prominente(r) auch noch wirklich etwas zu sagen hat, ist er für ein Special im Rahmen meiner Sendung interessant.
In meiner Jugend war ich vom Boulevard total begeistert! Es gab für mich nichts Interessanteres als das Neueste meines Idols Michael Jackson (von dem ich immerhin 13 Konzerte sehen durfte), und als Mitarbeiter im Fish-Fanclub (Ex-Marillion-Frontmann) fand ich´s schon immer super, mit einem VIP- oder sogar Backstagepass herumzulaufen. Es ist einfach die Absurdität, allein durch ein dämliches Stück Plastik um den Hals tatsächlich "aufgewertet" zu werden!! Für andere ist etwas abgesperrt, aber du latschst über den Teppich. Von einem Moment auf den anderen bist du in der Gesellschaft, in der immer nur der "noch Coolere" glänzt, einer der Gewinner. Natürlich nur im ganz kleinen Rahmen - aber das hat mir zugegebener weise immer schon Spaß gemacht. Vielleicht ist davon auch als kleines "Augenzwinkern" mein umgehängter Presse-Ausweis übriggeblieben. Aber um das hier klarzustellen: mir geht es nur um das kurzlebige Gefühl in dem Moment; ich empfinde weder die Illusion, durch so was wirklich "aufgewertet" zu werden, noch finde ich den "Mechanismus" besonders gut für ein gemeinschaftliches Zusammenleben! Aber ich habe das nicht erfunden, und es zeigt einfach, wie sehr unsere Gesellschaft auf "Posen" und Anerkennung programmiert ist. Das geht wohl ganz ursprünglich auf das archaische Ding "Ehre" zurück, und auf Star-Geschichten ist heute eine ganze Industrie aufgebaut, die uns jeden Tag erzählt, wer wann und wie lange in der Nase gepopelt hat. Von den Royals bis hin zu Berichterstattungen, welchen Nachtisch es auf Schloss Schnubbedibups mit der Kanzlerin gab. Also meist ziemlich inhaltslos, aber das ganze Drumherum, der "X-Faktor", interessiert die Massen. Ich hatte im Rahmen meiner TV-Arbeit und für meine Projekte inzwischen schon viele Drehs und Termine mit Prominenten, und erkenne erst heute, wie viel Arbeit das Leben im Blitzgewitter bedeutet. Permanente Aufmerksamkeit von außen verändert und bestimmt das Leben dieser Personen, und für Außenstehende wird es einfach immer etwas Besonderes sein, etwas davon aufzuschnappen. Aber ich möchte keinen platten Voyeurismus bedienen, und - wie gesagt- in meinem Fall interessieren mich vor allem Prominente, die auch etwas geleistet und zu sagen haben. Solche Specials sind bei „B.e.D.“ ja auch eher die Ausnahme.

*

Frage: Internetfernserien werden aus den unterschiedlichsten Gründen präsentiert: Welches Motiv haben Sie und Jan Vogel?

Antwort: Wir möchten schlicht ein eigenes Format etablieren! Natürlich soll es erfolgreich sein usw. Aber wir wissen, dass die Sendung in ihrer jetzigen Form nicht massentauglich ist. Und das ist gut so. Massentauglich ist, was sich wie bereits bestehende Formate verkaufen lässt, und was man schnell in den Mittelpunkt stellen kann. Da ist zuviel unter der Oberfläche eher schädlich... Auf „B.e.D.“ muss man sich aber bewusst einlassen. Ich finde die Idee zwar auch eingängig, und vor allem die Mischung aus Spaß und "seriösem Journalismus" perfekt, aber es ist ein Experiment, weil "den Herrn Buschka" eben niemand aus dem TV kennt. Und man kann auch nicht einfach sagen "der ist son´n bißchen wie..." oder "die Sendung ist so wie Gernstls Reisen" o.ä.. Das ist so in der Form halt einfach neu. Dank des Internets ist es uns überhaupt erst möglich, unser eigener Sender zu sein, und ohne ein OK von Irgendwem Programm "unter´s Volk" zu bringen. Das entscheidet nämlich, ob es uns will. ... allerdings erst nach Bewältigung des gleichen Problems unsererseits, mit dem auch klassische Dokumentarfilmer zu kämpfen haben: man muss es erst mal schaffen, den Leuten zu zeigen, dass es einen gibt, und dass es sich lohnt, angeschaut zu werden. Und jetzt, wo der Markt begriffen hat, dass man mit platten Dingern und schnellen Klicks auch Kohle machen kann, ist diese ganze Chance auf echtes unabhängiges Programm (wie die Öffentlich-Rechtlichen, deren großer Fan ich nach wie vor bin!) mal wieder "plattgewalzt". "Wes´Brot ich ess´, des Lied ich sing" ist - wie gesagt- die breite Devise, und da hat die "unfallfreie" Kopie einer Kopie einer Kopie eines erfolgreichen Formates immer viel eher eine Chance auf schnellen, kurzfristigen Erfolg. Das alles ist aber viel komplizierter als die platte Frage "ist das Programm insgesamt so schlecht, weil die Zuschauer es so wollen, oder weil man ihnen nichts anderes vorsetzt???" Der Markt ist - vergleichbar mit dem Privatfernsehen - voll von geliehenem Geld, das schnell rückfinanziert werden muss. Da will und KANN Keiner Experimente machen. Das ist am Ende also vielleicht sogar gut für uns: wenn wir nämlich "dranbleiben", fällt es irgendwann mal richtig auf, dass es bei uns wirklich in erster Linie Qualität gibt. Die Aufmerksamkeit der Premium-Presse gibt uns jedenfalls Recht.

*

Frage: Sicherlich wünschen sich nicht wenige Zuschauer/innen beim Ansehen Ihrer Filmbeiträge über deutsche Städte, dass auch ihr Geburts-, Wohn- oder Urlaubsort mal an die Reihe kommt. Haben Sie schon solche Wünsche erhalten?

Antwort: Ja, und auch Anfragen zu Treffen, Besuchen dieser und jener Sehenswürdigkeit oder Festivität etc. gab es. All das müssen wir ablehnen, weil das Besondere an „B.e.D.“ ja gerade das Spontane und Ungeplante ist. Wir haben trotzdem genug Touristisches im Programm. Und wenn wir z. B. in Erfurt im Stadtkern unterwegs sind, ist es doch klar, dass wir auch über die Krämerbrücke mit ihren tollen Geschäften gehen... Wir kriegen auch vor Ort meist Informationen, dass am folgenden Wochenende eine tolle Veranstaltung stattfände. Dann erklären wir, dass wir eben vorerst nur dieses eine Mal dort sind, und dass das gerade das Besondere ist.


*

Frage: Sie und Jan Vogel leben in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, die bekanntlich viele Attraktionen besitzt. Werden Sie irgendwann in keiner anderen Stadt, sondern in Ihren Wohnort einen Film drehen?

Antwort: Ja, bestimmt. Aber dann mit bewussten Treffen mit Freunden, die uns ihr Leben in der Stadt näher bringen. In Wiesbaden oder Mainz können wir natürlich trotzdem noch was entdecken - aber uns reizt ja auch selbst erst mal das Hinausfahren "in die Welt". Deshalb stehen diese beiden schönen Städte noch hintenan. Das Interview mit Anne-Sophie Mutter fand übrigens im Kurhaus zu Wiesbaden statt. Da hat man schon für ein paar Sekunden den Kurpark gesehen.

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Frage: Wenn Ihnen eine „gute Fee“ einen Wunsch für „Buschka entdeckt Deutschland“ erfüllen würde, was würden Sie ihr sagen?

Antwort: Bitte mach, dass unsere Zielgruppe von uns erfährt und freiwillig den Umstand eingeht, sich 45-Minüter auf dem PC anzuschauen (was ja übrigens mittels neuer DVD-Recorder mit Reciever, der Sony Playstation 3 oder Nintendo Wii (was wiederum meist nur Kids haben ...) schon auf dem TV-Schirm "übertragbar" ist). Dafür gibt´s dann ja auch etwas ganz Besonderes. Dabeisein-Gefühl und Momente "hinter den Kulissen" in jeder Folge inklusive!

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Die Fragen stellte der Journalist Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“ – http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

"Buschka entdeckt Deutschland": Spontane Filme über Städte


Link: sevenload.com


45 Minuten langer Filmbeitrag über Aachen von "Buschka entdeckt Deutschland" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/cQrSRZH/AACHEN-Teil-3

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BuschkaBuschka

Jörg Buschka

Interview mit dem Journalisten und Filmemacher Jörg Buschka, der zusammen mit dem Diplom-Medienwirt und Kameramann Jan Vogel (beide aus Wiesbaden) die Internetfernsehsendung „Buschka entdeckt Deutschland“ „B.e.D.“ - http://www.buschka-entdeckt.de - produziert. Diese Sendung entsteht auf ungewöhnliche Art und Weise: Die beiden besuchen etwa alle drei Wochen morgens irgendeine deutsche Stadt, parken dann abseits vom Stadtkern und filmen dann spontan, was sie sehen.

BuschkaVogel

Jan Vogel

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Frage: Herr Buschka, Sie erzählten im Sommer 2006 beim Inline-Skate Ihrem Freund Jan Ihre Idee für „Buschka entdeckt Deutschland“. Hatten Sie damals schon geahnt, dass diese Internetsendung einmal Kultcharakter bekommen würde?

Antwort: Naja, ich hatte auf jeden Fall schon das sichere Bauchgefühl, dass das ein "Faß ohne Boden" (im positiven Sinne) sein würde! Und dass ich als Zuschauer gern selbst so etwas sehen würde. In den Jahren, in denen ich jetzt bereits TV-Magazinbeiträge bzw. -Reportagen mache, habe ich die meisten Illusionen von wegen "echt" und "nah dabei" verloren. ALLES wird inszeniert, wenn du einen Magazinbeitrag auf den Punkt bringen musst. Und allzuoft merkt man das an den unnatürlichen Dialogen. Und das alles passiert bei uns nicht. Natürlich ist noch die Kamera "dazwischen", aber ich signalisiere den Interviewpartnern Vertrauen, sie bringen es mir dann meist zum Glück auch entgegen, und ich enttäusche bzw. missbrauche es auch nicht. So entsteht eine wirkliche Nähe, etwas "Echtes". Ob das jetzt schon Kult ist, weiß ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass wir aktuell noch gar nicht unsere eigentliche Zielgruppe erreichen: Nämlich nicht unbedingt computeraffine Menschen, die sich halt nur Zeit nehmen für Reportagen, und die in unserem Fall bei der Flash-Qualität drei Augen zudrücken, weil das Ganze was Neues und Eigenständiges ist, das es so im TV nicht gibt.

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Frage: Bei Ihren Dreharbeiten gehen Sie sehr spontan und ohne Scheu auf wildfremde Leute zu, die Sie zum ersten Mal im Leben sehen. Sind die von Ihnen angesprochenen Menschen immer auskunftsfreudig oder bekommen Sie oft einen „Korb“?

Antwort: Ich bekomme häufig Körbe. Oft mehr als 50 Prozent. Es gibt darunter "Poser", die ihrem Schatzi zeigen wollen, wie cool sie ein "nerviges Kamerateam" abschütteln können, aber merkwürdigerweise vor allem Leute, die auf den ersten Blick offen erscheinen. Ich höre dann manchmal, dass Kollegen vom Fernsehen schon mal mit ihnen gedreht hatten, wobei sie aber wohl veräppelt oder falsch in einen Kontext gepresst worden waren. "Verbrannte Erde" eben ... Offenheit und Vertrauen sind seltene Güter, und sie werden durch solche Enttäuschungen immer rarer, weil die Leute dann beim nächsten Mal vorsichtiger sind. Manchmal sind Jan und ich stundenlang bei Regen unterwegs, und nichts passiert. Wenn uns dann jemand entgegenkommt und keine Lust hat, uns auch nur ein Wort von seinen Gedanken oder sogar aus seinem Leben mitzuteilen, ist das besonders frustrierend. Im Fall der beiden Damen in Stuttgart, die uns später zum Spaghetti-Essen mit nachhause nahmen, musste ich sie geschlagene 30 Minuten durch Reden überzeugen, bis sie erkannt hatten, dass das Ganze vielleicht doch ganz nett werden könnte. Und dann wollten sie uns gar nicht mehr gehen lassen ...

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Frage: Vermutlich gibt es Szenen in Ihren Filmbeiträgen, die Sie nicht vergessen können und die Ihnen besonders gut gefallen. Bitte nennen Sie einige Beispiele!

Antwort: Eigentlich sind die spontanen Einladungen zu den Leuten nachhause das Tollste an meiner Arbeit! Das Ehepaar Lydia und Rudi in Heidelberg war verrückt. Sie haben in ihrem Garten u. a. einen 30 Meter tiefen Brunnen mitsamt eines mit Erde zugeschütteten Kellergewölbes entdeckt, das sogar über weitere Grundstück hinweg mal mit dem Heidelberger Schloss verbunden war. In jahrelanger Arbeit hatten sie das Gewölbe freigelegt, und konnten es uns so zeigen. Die Beiden waren außerdem sehr gastfreundlich. Es gab Wein, Brot, Käse und Schinken - wir haben uns gleich als Gäste gefühlt! Bei Dany und Matthias in Berlin-Lichtenberg gab´s Möhrensuppe, und auf einer Privatparty in Saarbrücken haben Mitglieder der Band "Savoy Truffle" zwei Lieder unplugged für uns gespielt. In Fulda haben wir in einem Korsettladen (in dem ich spontan ein enges Leibeskleid anprobiert hatte) die dortige Kundin Johanna mit ihrer schönen porzellanfarbenen Haut kennen gelernt, die mir danach noch für einige Stunden als sensationell hübsche "Assistentin" der Sendung zur Seite stand.
In Wanne-Eickel hielt eine Kiosk-Besitzerin eine regelrechte politische Rede und ließ mal so richtig alles raus, was ihr auf der Seele lag. Eigentlich passieren jedes Mal wieder völlig neue, tolle Dinge, die nicht immer nur Superlativen sein müssen. Auch das Gespräch mit einem Mann in Düsseldorf, dem man wegen Krebs den Kehlkopf herausgenommen hatte, war für mich etwas ganz besonderes. Eine Chance, mich für einen Moment in ein fremdes Leben hineinzufühlen, das mir Angst macht, und das doch jeden Tag auch meins werden könnte.

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Frage: Im Leben gibt es manchmal Tage, in denen alles schief läuft. Mussten Sie schon mal Ihre Dreharbeiten abbrechen und unverrichteter Dinge nach Hause fahren?

Antwort: Nein. Bisher zum Glück nicht. Dann gehen wir eben weiter und weiter, mir fällt in der Zwischenzeit vielleicht irgendein großartiges oder auch blödes improvisiertes Lied ein, wir zelebrieren das Essen selbstgeschmierter Käsebrote, unterhalten uns, und dann steht plötzlich "hinter der nächsten Ecke" ein Musiker, der uns mit nachhause nimmt und mir etwas von seinem Leben erzählt. DAS ist der Job!

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BuschkaWebseite

Webseite "Buschka entdeckt Deutschland"

Frage: „Buschka entdeckt Deutschland“ lockt auf Ihrer eigenen Webseite http://www.buschka-entdeckt.de und auf der Videoplattform „Sevenload“ unter http://de.sevenload.com/mitglieder/buschka-entdeckt-de viele Zuschauer/innen an. Wie sind die Reaktionen auf Ihre Filmbeiträge?

Antwort: Wir erhalten eigentlich sehr viel Lob über die Kommentar-Funktionen unserer Website und auf unserem Spezial bei Sevenload. Oft dezidiert und zum Teil liebevoll nacherzählt. Toll ist zum Beispiel, wenn uns wie heute ein Zuschauer zur Wanne-Eickel-Folge schreibt " Jetzt hab ich die Folge schon sooo oft gesehen, heute war es mal wieder so weit und immer noch hochinteressant!!!". Er hat sie sich schon vor vier Monaten zum ersten Mal angeschaut. Das macht uns dann natürlich stolz und zufrieden über unsere Arbeit! Kritik gibt es natürlich auch, und die nehmen wir immer sehr ernst. Aber wir verteidigen unseren Vorstoß als 45-Minuten-Format im Internet, wo immer noch die kurzen Clips vorherrschen, die ich so gern "angezündete Fürze" nenne. Oberflächlich der Hammer, extrem kurz, und sofort wieder vergessen ... Zurück zu den Reaktionen: Im Gegensatz zum klassischen TV gibt es im Internet die Möglichkeit der viel direkteren Kommunikation mit seinen Zuschauern. Allerdings haben wir noch immer keinen breiten Zugang oder eine annehmbare Bekanntheit bei unserer eigentlichen Zielgruppe. Das sind nämlich hauptsächlich klassische Reportage-Zuschauer, die einmal einen anderen Zugang zum Sujet suchen als über die lang anrecherchierten und "sauber produzierten" Hochglanz-Dokus im TV (die ich im übrigen selbst ja auch z. B. für ARTE, den SWR, NDR oder N-TV realisiere). „B.e.D.“ ist nur zu 50 % eine One-Man-Show mit Quatsch und Improvisation, und die andere Hälfte ist seriöser Journalismus mit echten Lebenswirklichkeiten ohne platte "Boulevard-Anbiederung" etc. Wir sind besonders für die Platzierung auf Sevenload sehr dankbar, aber in Deutschland finden bisher die eben genannten Zuschauer bis dato noch viel zu selten den Weg auf eine solche Plattform. Einigen Kollegen aus dem "Quality Content-Bereich" geht es ähnlich. Es ist zudem nicht so leicht, aus der Masse von Spaß-Formaten heraus einer solchen Zielgruppe aufzufallen. Diese Leute sitzen noch nicht wie selbstverständlich vor dem PC und schauen sich Internet-TV an. Natürlich war es toll, als die ZEIT ein Interview mit mir gemacht hat, und ein dickes Foto von uns in dem Blatt erschienen ist. Und dass die FAZ schreibt, unsere Andersartigkeit gegenüber klassischen TV-Reportagen mache ja vielleicht "gerade den Reiz der Sendung" aus, ist natürlich eine tolle Sache!

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Link: sevenload.com


Video "Anne-Sophie Mutter Interview-Special" von "Buschka entdeckt Deutschland" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/fDAmL9D/ANNE-SOPHIE-MUTTER-INTERVIEW-SPECIAL

Frage: Kürzlich drehten Sie in Wiesbaden ein Interview mit der berühmten deutschen Musikerin Anne-Sophie Mutter. Werden weitere Filmbeiträge über Prominente folgen?

Antwort: Auf jeden Fall. Wenn ein/eine Prominente(r) auch noch wirklich etwas zu sagen hat, ist er für ein Special im Rahmen meiner Sendung interessant.
In meiner Jugend war ich vom Boulevard total begeistert! Es gab für mich nichts Interessanteres als das Neueste meines Idols Michael Jackson (von dem ich immerhin 13 Konzerte sehen durfte), und als Mitarbeiter im Fish-Fanclub (Ex-Marillion-Frontmann) fand ich´s schon immer super, mit einem VIP- oder sogar Backstagepass herumzulaufen. Es ist einfach die Absurdität, allein durch ein dämliches Stück Plastik um den Hals tatsächlich "aufgewertet" zu werden!! Für andere ist etwas abgesperrt, aber du latschst über den Teppich. Von einem Moment auf den anderen bist du in der Gesellschaft, in der immer nur der "noch Coolere" glänzt, einer der Gewinner. Natürlich nur im ganz kleinen Rahmen - aber das hat mir zugegebener weise immer schon Spaß gemacht. Vielleicht ist davon auch als kleines "Augenzwinkern" mein umgehängter Presse-Ausweis übriggeblieben. Aber um das hier klarzustellen: mir geht es nur um das kurzlebige Gefühl in dem Moment; ich empfinde weder die Illusion, durch so was wirklich "aufgewertet" zu werden, noch finde ich den "Mechanismus" besonders gut für ein gemeinschaftliches Zusammenleben! Aber ich habe das nicht erfunden, und es zeigt einfach, wie sehr unsere Gesellschaft auf "Posen" und Anerkennung programmiert ist. Das geht wohl ganz ursprünglich auf das archaische Ding "Ehre" zurück, und auf Star-Geschichten ist heute eine ganze Industrie aufgebaut, die uns jeden Tag erzählt, wer wann und wie lange in der Nase gepopelt hat. Von den Royals bis hin zu Berichterstattungen, welchen Nachtisch es auf Schloss Schnubbedibups mit der Kanzlerin gab. Also meist ziemlich inhaltslos, aber das ganze Drumherum, der "X-Faktor", interessiert die Massen. Ich hatte im Rahmen meiner TV-Arbeit und für meine Projekte inzwischen schon viele Drehs und Termine mit Prominenten, und erkenne erst heute, wie viel Arbeit das Leben im Blitzgewitter bedeutet. Permanente Aufmerksamkeit von außen verändert und bestimmt das Leben dieser Personen, und für Außenstehende wird es einfach immer etwas Besonderes sein, etwas davon aufzuschnappen. Aber ich möchte keinen platten Voyeurismus bedienen, und - wie gesagt- in meinem Fall interessieren mich vor allem Prominente, die auch etwas geleistet und zu sagen haben. Solche Specials sind bei „B.e.D.“ ja auch eher die Ausnahme.

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Frage: Internetfernserien werden aus den unterschiedlichsten Gründen präsentiert: Welches Motiv haben Sie und Jan Vogel?

Antwort: Wir möchten schlicht ein eigenes Format etablieren! Natürlich soll es erfolgreich sein usw. Aber wir wissen, dass die Sendung in ihrer jetzigen Form nicht massentauglich ist. Und das ist gut so. Massentauglich ist, was sich wie bereits bestehende Formate verkaufen lässt, und was man schnell in den Mittelpunkt stellen kann. Da ist zuviel unter der Oberfläche eher schädlich... Auf „B.e.D.“ muss man sich aber bewusst einlassen. Ich finde die Idee zwar auch eingängig, und vor allem die Mischung aus Spaß und "seriösem Journalismus" perfekt, aber es ist ein Experiment, weil "den Herrn Buschka" eben niemand aus dem TV kennt. Und man kann auch nicht einfach sagen "der ist son´n bißchen wie..." oder "die Sendung ist so wie Gernstls Reisen" o.ä.. Das ist so in der Form halt einfach neu. Dank des Internets ist es uns überhaupt erst möglich, unser eigener Sender zu sein, und ohne ein OK von Irgendwem Programm "unter´s Volk" zu bringen. Das entscheidet nämlich, ob es uns will. ... allerdings erst nach Bewältigung des gleichen Problems unsererseits, mit dem auch klassische Dokumentarfilmer zu kämpfen haben: man muss es erst mal schaffen, den Leuten zu zeigen, dass es einen gibt, und dass es sich lohnt, angeschaut zu werden. Und jetzt, wo der Markt begriffen hat, dass man mit platten Dingern und schnellen Klicks auch Kohle machen kann, ist diese ganze Chance auf echtes unabhängiges Programm (wie die Öffentlich-Rechtlichen, deren großer Fan ich nach wie vor bin!) mal wieder "plattgewalzt". "Wes´Brot ich ess´, des Lied ich sing" ist - wie gesagt- die breite Devise, und da hat die "unfallfreie" Kopie einer Kopie einer Kopie eines erfolgreichen Formates immer viel eher eine Chance auf schnellen, kurzfristigen Erfolg. Das alles ist aber viel komplizierter als die platte Frage "ist das Programm insgesamt so schlecht, weil die Zuschauer es so wollen, oder weil man ihnen nichts anderes vorsetzt???" Der Markt ist - vergleichbar mit dem Privatfernsehen - voll von geliehenem Geld, das schnell rückfinanziert werden muss. Da will und KANN Keiner Experimente machen. Das ist am Ende also vielleicht sogar gut für uns: wenn wir nämlich "dranbleiben", fällt es irgendwann mal richtig auf, dass es bei uns wirklich in erster Linie Qualität gibt. Die Aufmerksamkeit der Premium-Presse gibt uns jedenfalls Recht.

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Frage: Sicherlich wünschen sich nicht wenige Zuschauer/innen beim Ansehen Ihrer Filmbeiträge über deutsche Städte, dass auch ihr Geburts-, Wohn- oder Urlaubsort mal an die Reihe kommt. Haben Sie schon solche Wünsche erhalten?

Antwort: Ja, und auch Anfragen zu Treffen, Besuchen dieser und jener Sehenswürdigkeit oder Festivität etc. gab es. All das müssen wir ablehnen, weil das Besondere an „B.e.D.“ ja gerade das Spontane und Ungeplante ist. Wir haben trotzdem genug Touristisches im Programm. Und wenn wir z. B. in Erfurt im Stadtkern unterwegs sind, ist es doch klar, dass wir auch über die Krämerbrücke mit ihren tollen Geschäften gehen... Wir kriegen auch vor Ort meist Informationen, dass am folgenden Wochenende eine tolle Veranstaltung stattfände. Dann erklären wir, dass wir eben vorerst nur dieses eine Mal dort sind, und dass das gerade das Besondere ist.


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Frage: Sie und Jan Vogel leben in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, die bekanntlich viele Attraktionen besitzt. Werden Sie irgendwann in keiner anderen Stadt, sondern in Ihren Wohnort einen Film drehen?

Antwort: Ja, bestimmt. Aber dann mit bewussten Treffen mit Freunden, die uns ihr Leben in der Stadt näher bringen. In Wiesbaden oder Mainz können wir natürlich trotzdem noch was entdecken - aber uns reizt ja auch selbst erst mal das Hinausfahren "in die Welt". Deshalb stehen diese beiden schönen Städte noch hintenan. Das Interview mit Anne-Sophie Mutter fand übrigens im Kurhaus zu Wiesbaden statt. Da hat man schon für ein paar Sekunden den Kurpark gesehen.

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Frage: Wenn Ihnen eine „gute Fee“ einen Wunsch für „Buschka entdeckt Deutschland“ erfüllen würde, was würden Sie ihr sagen?

Antwort: Bitte mach, dass unsere Zielgruppe von uns erfährt und freiwillig den Umstand eingeht, sich 45-Minüter auf dem PC anzuschauen (was ja übrigens mittels neuer DVD-Recorder mit Reciever, der Sony Playstation 3 oder Nintendo Wii (was wiederum meist nur Kids haben ...) schon auf dem TV-Schirm "übertragbar" ist). Dafür gibt´s dann ja auch etwas ganz Besonderes. Dabeisein-Gefühl und Momente "hinter den Kulissen" in jeder Folge inklusive!

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Die Fragen stellte der Journalist Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“ – http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

Videos vom "Applausmacher" begeistern viele Fans


Link: sevenload.com


Video "Gute Tat des Tages" von "Applausmacher" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/6JjwxLj/Gute-Tat-des-Tages

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Interview mit dem aus der Mainzer Gegend stammenden Schauspieler, Moderator und Macher der Internetfernsehserie „Applausmacher“ Tobias Mayer

'Applausmacher' von applausmacher

Foto: Würfilbild - David Klein

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Frage: Herr Mayer, Ihre Internetfernsehserie „Applausmacher“ unter der Adresse http://de.sevenload.com/mitglieder/applausmacher wurde bereits kurz nach dem Start auf der Videoplattform „Sevenload“ mit den freundlichen Worten kommentiert: „Du könntest hier echt einer der Besten werden! Mach weiter so!“ Sind Sie mit dem bisherigen Erfolg Ihrer Serie zufrieden?

Mayer: Ehrlich gesagt bin ich über den steten Zuwachs meiner Zuschauer- und Fangemeinde auf Sevenload erstaunt und finde es toll, dass mein Format so gut angenommen wird. Als ich im August 2006 aus „Spaß an der Freud“ mit einem befreundeten Kameramann das Kinderzirkusfestival Lilalu in München unsicher machte, indem wir ohne Konzept eine spaßige Reportage filmten, ahnte keiner von uns beiden, wie gut sich dieser „Quatsch“ entwickeln wird. Insgeheim hofften wir natürlich beide auf einen kleinen Erfolg. Nicht umsonst kreierten wir unsere Clips zunächst für Münchens nicht unbekannte Netzzeitung Isarbote.de, die uns parallel zu unserer Seite eine größere Veröffentlichungsmöglichkeit bot. Dadurch wurde auch Sevenload auf uns aufmerksam. Nun steigen die Zuschauerzahlen täglich, bald kennt das ganze Land Applausmacher. Anscheinend gefällt es den Leuten, deshalb dürfen mein Team und ich sehr zufrieden sein. Dennoch arbeiten wir ständig an neuen Ideen und verbessern unsere Qualität.

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Frage: Humorvolle Internetfernsehserien werden aus den unterschiedlichsten Gründen produziert. Welches Motiv haben Sie?

Mayer: Das was ich mache, ist moderne Clownerie. Clowns spiegeln gerne die Gesellschaft und so berühren sie ihre Zuschauer. Ich möchte berühren und somit verbinden, indem ich meine Zuschauer zum Lachen oder Nachdenken bringe. Außerdem binde ich gerne andere interessante Künstler in meine Clips ein und mache somit auch auf diese aufmerksam. Daran liegt mir ebenfalls sehr viel.

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Frage: Heutzutage haben Künstler viele Möglichkeiten, auf sich selbst aufmerksam zu machen – vor allem durch das Internet. Hat ein Künstler, der kein Talent für Werbung besitzt, überhaupt noch Erfolgschancen?

Mayer: Umso mehr man in unserem Job als Künstler an verschiedenen Stellen arbeitet, desto mehr wird man gesehen. Man muss sich ins Gespräch bringen und veröffentlichen. Künstler, die ausschließlich in einem Hinterzimmer versteckt arbeiten und nie an die Öffentlichkeit treten, kann man nicht kennen. Präsenz ist die beste Werbung und der erste Schritt zum Erfolg. Der zweite Schritt ist ein gutes Team. Ohne helfende Hände im Hintergrund ist eine Verbesserung und Vergrößerung seiner künstlerischen Tätigkeiten undenkbar, selbst wenn man ein Solist ist. Bei dieser Gelegenheit grüße ich mein Team und sage Danke schön für Eure tolle Arbeit und Treue.

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Frage: „Applausmacher“ ist ein sehr einprägsamer und zugkräftiger Name. Wie kamen sie darauf?

Mayer: Während meiner Schauspielschule, arbeitete ich als Warmupper für diverse TV Sendungen, irgendwann hieß es: “Ach da kommt ja der Applausmacher.“ Das gefiel mir, denn in diesem Namen steckt mehr als nur ein Kasper, der die Hände zusammen führt und für ein rasendes Publikum sorgt. Applausmacher steht auch für Narrenfreiheit und Satire.

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Frage: Auf Ihrer eigenen Webseite www.applausmacher.tv ist nachzulesen, dass Sie ein sehr vielseitiger Künstler sind. Dort ist von Clips, Kleinkunst, Events und Kinderprogramm die Rede. Was machen Sie am liebsten?

Mayer: Die Bühne ist meine Leidenschaft, wenn sie mich so fragen, ist es die Kleinkunst und auch das Theaterspiel, welches mir die größte Freude bereitet. Dennoch arbeite ich auch gerne mit Kindern und liebe es, die Clips zu produzieren. Die Liebe zur Bühne existiert seit meinem vierten Lebensjahr. Es war meine erste große Liebe und wird daher auch die letzte sein! Wenn sie mich fragen was meine Freundin dazu sagt?
„So lange dies die einzige parallele Beziehung ist, akzeptiere ich sie voll und ganz.“

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Frage: Sie treten vor Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Männern oder Frauen auf. Welches Publikum ist am leichtesten zu unterhalten und welches am schwersten?

Mayer: Bei jedem Publikum gilt zunächst, dass man gut vorbereitet ist und weiß, wie man in verschiedenen Situationen reagieren kann. Denn bei Kindern sowie Erwachsenen entscheidet immer die Zusammensetzung der Gruppe. Das Publikum ist nie gleich und man sollte immer mit schwierigen Situationen rechnen.

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Frage: Zu Ihrem künstlerischen Repertoire gehören Moderation, Show und Slapstick. Haben Sie noch Termine frei?

Buchen Sie mich schon heute für das Jahr 2009. Nein, mal im Ernst; Es ist ein Ziel von mir, irgendwann soviel zu tun zu haben, dass ich mindestens ein Jahr im Voraus schon weiß, was ansteht. Momentan gibt es gute und schlechte Auftragsmonate: Juni, Juli, Dezember sind zur Zeit sehr terminreich. Durch die Clips aber habe immer ich jede Menge zu tun. Doch bedeutet das nicht, dass Sie keine Möglichkeiten mehr haben mich zu engagieren!

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Link: sevenload.com


Video "Frederick van de Zon" von "Applausmacher" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/yU1v5ei/Frederick-van-de-Zon

Frage: Unter Slapstick heißt es auf Ihrer Webseite, dass Sie freundlich Feste durcheinanderbringen. Wie machen Sie das?

Mayer: In meinem Repertoire habe ich verschiedene Charaktere, die man passend zu jeder Gelegenheit einbinden kann. Es sind Figuren, wie Ferdinant von Traumgarten, welcher mit einer mobilen Bushaltestelle unterwegs ist und von seinen Traumreisen erzählt, Herr Komperzke der Hausmeister von Obendrüber, dem die Veranstaltung zu laut ist und freundlich-mosernd um Ruhe bittet, Carsten Castner der Bayer, der gerne Superstar werden möchte und jede Gelegenheit zum Üben nutzt oder Frederick van de Zon, ein durchgeknallter Holländer aus Edam Volendamm, der eine Studie über die Deutschen macht. Alle Figuren haben bei einem solchen Auftritt eines gemeinsam; sie wirken zunächst sehr real, weil sie sich unter die feiernde Gesellschaft mischen. Sie bedienen sich am Büffet und fallen dann außergewöhnlich auf, indem sie sich übermäßig viel in die Schüssel laden oder einem anderen Gast frech etwas vom Teller stibitzen. Meist sind sie durch ein Mikrofon verstärkt, welches aber erst dann angeschaltet wird, wenn ohnehin schon die gesamte Gesellschaft zu dem Charakter schaut und über ihn redet. Nun wird klar, dass es sich hierbei um einen Programmpunkt handelt. Die einzelnen Figuren können singen, tanzen, erzählen jeweils ihre Geschichten und animieren auf ihre Weise das Publikum. Auch hierfür bereite ich mich gut auf jeden Auftritt vor und stimme alles genau mit dem Veranstalter ab. Manchmal schreibe ich auch speziell Lieder für das Geburtstagskind oder die Firma für die ich auftrete. Das ist eine Sache die sehr gut ankommt und gerne gebucht wird!

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Frage: Man kann Sie bei Kindergeburtstagen, Eröffnungen, Kindergartenpartys, Kinderfesten, auf Messeständen, Firmenevents, Kindershowprogrammen, Schulveranstaltungen, in einer Internetfernsehserie und wer-weiß-wo-sonst-noch sehen. Wo würden Sie auf gar keinen Fall auftreten?

Mayer: Als Tobias Mayer bei einer großen Casting-Sendung mit vier Buchstaben, eines großen TV-Senders mit drei Buchstaben.
Als Figur trete ich unter freundlichen Vorrausetzungen überall auf.
Irgendwann habe ich aber vor ausschließlich meine eigenen Abende zu bespielen. Dazu muss man mich und meine Figuren aber erst einmal kennen.
Und solange ich noch nicht so bekannt bin, drücke ich gerne Oma Rosi zum sechzigsten Jubeltag einen Blumenstrauß in die Hände.
Hiermit lade ich Sie recht herzlich ein, mein Gast zu sein im Theater im Fraunhofer am 9. oder 10. Oktober in München zu meinem Programm: “Mayer sucht Töne und die wird er finden“. An diesem Programm arbeite ich schon seit dem Beginn meiner Studienzeit vor vier Jahren als Schauspieler. Es ist ein langwieriger Prozess, bis man es sich aussuchen kann in welchen Häusern man spielen darf.
Dass ich im Fraunhofertheater auftrete, darauf kann ich schon stolz sein.

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Frage: Auf Wunsch produzieren Sie auch Werbefilme (Werbeclips) über Firmen oder Produkte für kleine Geldbeutel. Besonderer Clou: Die Werbung ist eine schräge, freche, aber charmant-unterhaltsame Geschichte eingebunden. Bitte erzählen Sie kurz eine solche Geschichte!

Mayer: Nehmen wir an die Weihnachtszeit hat begonnen.
Konditoreimeister Mirco Mische betreibt das kleine Cafe an der Isar,
als eines Morgens der Applausmacher durch die Eingangstüre tritt.
Nach einer kurzen vertrauten Begrüßung, überredet der Applausmacher den Konditor miteinander Plätzchen in Form von klatschenden Händen zu backen.
Nun geht es in der Backstube los und nach einer Weile, liegen die Leckereien in der Ladenvitrine. Zuletzt macht der Applausmacher den Aufruf in der Konditorei Mische vorbei zu kommen: Jeder Zuschauer, der vor die Ladentheke tritt und „Klatschen Sie mit“ sagt, bekommt liebevoll eingepackte Applausmacherplätzchen überreicht. Diese Geschichte wurde letztes Jahr in der Konditorei Mische tatsächlich verfilmt, im Isarboten veröffentlicht und erfolgreich durchgeführt.

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Frage: Zur Unterstützung Ihres Filmteams suchten Sie Set-praktikanten, Cutter und Kameramänner. Haben Sie diese inzwischen gefunden?

Mayer: Mittlerweile haben wir schon einen festen Stamm an Filmleuten,
die an unsere Formate glauben. Dennoch suchen wir immer wieder neue Leute, die Spaß daran haben, das Applausmacherteam ehrenvoll zu unterstützen.

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Frage: Sicherlich möchten Leser/innen dieses Interviews gerne noch mehr über Sie und Ihre Arbeit als Künstler erfahren. Wo ist dies im Internet möglich?

Mayer: Gerne unter http://www.applausmacher.tv und dem Videoportal http://www.sevenload.de im ersten Kanal.

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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee drei Wünsche erfüllen würde, was würden Sie sich wünschen?

Mayer:
- Gesundheit meiner ganzen Familie, bis wir tot umfallen.
- Ein eigenes Applausmacher-Theater mit alltäglich ausgebuchten 500 Sitzplätzen.
- Einen Strandkorb für meine Freundin und mich auf einer paradiesischen Insel und leckeren Cocktails in unseren Händen.

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Link: sevenload.com


Video "Intro" von "Applausmacher" bei Sevenload
http://de.sevenload.com/videos/VSv3h0L/Intro

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Die Fragen für das Interview stellte der Journalist Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“ – http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

Dienstag, 7. August 2007

Videos über Monster



Video "Kampf der Komododrachen"

Wiesbaden (diebestenvideos) - Wer ein Faible für riesige und rätselhafte Monster hat, kommt bei einigen Weblogs voll auf seine Kosten. Diese Blogs informieren in Wort und Bild sowie oft mit Videoclip über Ungeheuer aus aller Welt.

Dinosaurier-Kino
Im "Dinosaurier-Kino" http://dinosaurier-kino.blogspot.com sind die "schrecklichen Echsen" - so der deutsche Name für Dinosaurier - die Stars. Dort werden zahlreiche Videoclips über räuberische oder pflanzenfressende "Dinos" gezeigt.

dinosaurier-news
Das Weblog "dinosaurier-news" stellte die wichtigsten Gattungen der Dinosaurier vor. Die Beschreibungen werden teilweise durch Videoclips über "Dinos" bereichert. Dieses Weblog ist unter der Adresse http://dinosaurier-news.blog.de im Internet zu finden.

Drachenwelt
"Drachen-Welt" http://drachen-welt.blogspot.com heißt ein Weblog, das Videoclips über prähistorische, heute noch lebende und fiktive Drachen zeigt. Im Textteil wird der Ursprung der Drachensagen geschildert.

Monsterfilme
Im Weblog "Monsterfilme" http://monsterfilme.blogspot.com sind Videos über Monster aus aller Welt zu sehen. Dort begegnet man unter anderem Dracula, Frankenstein, Godzilla, King Kong, Nessie oder Riesen.

Nessie-Zeitung
In der "Nessie-Zeitung" http://nessie-zeitung.blogspot.com geht es vor allem um das berühmte Monster aus dem schottischen Bergsee Loch Ness. Dieses Seeungeheuer wurde angeblich bereits von mehr als 10.000 Augenzeugen beobachtet.

Donnerstag, 2. August 2007

David Frost interviewt Paul McCartney (1964)